TEXT COMING SOON

Christine Wetzlinger-Grundnig - Dear … Regina Hübner

Vorwort zur gleichnamigen Ausstellung.

Publikation: Monografie, Dear … Regina Hübner, Christine Wetzlinger-Grundnig/Museum Moderner Kunst Kärnten (Hg.), Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2026. 

English below.

VORWORT

Regina Hübner. „Dear …“

Regina Hübner, als freischaffende Künstlerin international in den Bereichen experimentelle Fotografie, Video- und Performancekunst tätig, wurde in Villach geboren. Ihre Ausbildung absolvierte sie in Graz an der Ortweinschule, danach in Carrara (Italien) und anschließend in Rom an der Accademia di Belle Arti, an der sie 1990 diplomierte. Seither lebt die Künstlerin in Rom und hält sich zeitweise auch in ihrer Geburtsstadt in Kärnten auf. International ist auch die Aufmerksamkeit für ihre Arbeit. Mit vielen ihrer Werke war sie bei wichtigen Festivals wie dem FIAV in Casablanca oder VIDEOFORMES in Clermont-Ferrand zu Gast, wurde in bedeutenden Ausstellungsinstitutionen präsentiert, darunter das ZKM in Karlsruhe, das FRAC in Marseille, das Mandel Center in Tel Aviv oder die Nationalgalerie in Vilnius, und hat an der European Nomadic Biennial MANIFESTA 13 in Marseille teilgenommen.

In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Regina Hübner mit grundlegenden Themen des Mensch- und des In-der-Welt-Seins. Mit einem humanistischen Ansatz wendet sie sich den wesentlichen Dingen des Lebens zu, dem Werden, dem Sein und Vergehen. Sie betrachtet den Menschen als Individuum wie auch als soziales Wesen, befragt seine Position und Bedeutung in Beziehung zu Gemeinschaft und Gesellschaft, zu Natur und Kultur: Wer sind wir und wie treten wir in Beziehung mit dem Anderen – mit Menschen, Lebewesen und Dingen? Dabei richtet sie ihren Fokus mit universalistischem Blick genauso auf das Kleine und Kleinste wie auf das Große und Ganze – von der Zelle bis zum All –, von der inneren bis zur äußersten Realität, ohne den Menschen als Einzelnen und dennoch Teil des Gesamten aus den Augen zu verlieren. Es geht um die Dimensionen des physischen wie mentalen Daseins, um Körperlichkeit und Bewusstsein. Es geht um die Beschränktheit der Existenz alles Irdischen, um die Vergänglichkeit und damit die Bedeutung des Zeitlichen. Und es geht um überzeitliche geistige und spirituelle Dimensionen.

Zentral kreist Regina Hübners Auseinandersetzung um Beziehungen, in die wir eingebunden sind, die wir in unserem Leben herstellen und die mitunter darüber hinaus wirken. Unser Dasein wird vollumfänglich durch Beziehungen geformt und diese Beziehungen bilden wiederum Teile eines größeren Kontexts. Unser Handeln erlangt nicht nur im nächsten Umfeld und im direkten Gegenüber unmittelbar Bedeutung, sondern schreibt sich auch in größere Zusammenhänge ein, möglicherweise sogar langfristig. Auch in Zusammenhänge, die augenblicklich nicht sichtbar beziehungsweise direkt spürbar und zeitlich nicht eingrenzbar sind, und durch die wir – selbst nach unserem Tod – mittelbar wirksam bleiben, abgeschieden von Raum und Zeit weiterleben.

Diese Verbindungen von Mensch zu Mensch, Freundschaften, Liebesbeziehungen, Eltern-Kind-Bindungen sowie Gemeinschaftserfahrungen, Arbeitsverhältnisse, aber auch Beziehungen zur Natur, zu Objekten und Erscheinungen der konkreten Realität oder auch zu spezifischen Interessensgebieten, denen man sich zuwendet, sind Gegenstände der Arbeit von Regina Hübner. Das Ich und das Du beziehungsweise das Es, das Selbst und das Andere spielen diesbezüglich eine wichtige Rolle. Das Vis-à-vis, anhand dessen das Individuelle erst definiert wird und das folglich (Selbst-)Bewusstsein und Identität schafft, und die Relation, die zwischen dem Eigenen und dem Fremden entsteht, die eine Beziehung zwischen beidem begründet, werden in unterschiedlichen Konstellationen immer wieder aufgezeigt und geprüft.

Dazu kommen subjektive Überlegungen und persönliche Erfahrungen der Künstlerin als Mensch im Miteinander mit Menschen, als Frau, als Tochter und Mutter. Die Künstlerin öffnet in ihrem Werk Türen zu persönlichen und intimen Sphären. Dies tut sie auf eine sehr behutsame Weise, sodass wir nicht als bloße Betrachtende peinlich berührt einer Szenerie ausgesetzt sind, sondern als Rezipierende emotional eingebunden und ermächtigt werden, ohne Scham und auf der Basis eigener Gefühle ein Werkverständnis zu entwickeln. Durch ihre Lauterkeit erschließt die Künstlerin im Gegenüber weite Räume, in denen subjektives Bewusstsein möglich wird. Ihre Stärke und Empathie befähigen sie, selbst prosaische Inhalte, wie etwa wissenschaftliche Rechercheergebnisse, mittels Verschiebung von Perspektiven und persönlicher Bezugnahme mit Gefühl aufzuladen und zu einem Gegenstand emotionaler Qualitäten zu erheben. Muster und Strukturen, die die Künstlerin in ihrem unmittelbaren persönlichen Bezugsfeld wahrnimmt, treten aus räumlicher wie zeitlicher Gebundenheit heraus und erlangen als Metaphern fundamentaler Lebenszusammenhänge Gültigkeit.

Mit dem Medium des Videos hat Regina Hübner zu einer künstlerischen Sprache gefunden, die es ihr ermöglicht, ihre Inhalte in bildmächtigen raumgreifenden Installationen zu vermitteln, die von der Künstlerin als „Ambientations“ bezeichnet werden. Damit beschreibt sie eine Praxis, in der Werk und jeweilige Umgebung, Architektur und Atmosphäre formal und inhaltlich verknüpft werden. Die Installation selbst, die räumlich-architektonische Integration der filmischen Arbeit, ist mit dieser gleichbedeutend hinsichtlich der Errichtung eines gesamtheitlichen Erlebnisraumes. Regina Hübner etabliert Räume in Räumen, die uns durch ihre spezifische Gestaltung in Welten entführen, die sich deutlich von der alltäglichen Wirklichkeit, in der wir uns ansonsten bewegen, unterscheiden. Man tritt in dunkle Kammern, in denen die Zeit angehalten scheint. Finsternis und Stille erzeugen Konzentration und Aufmerksamkeit – für sich und das Andere – und schärfen die Wahrnehmungsfähigkeit; gesteigert durch Ruhe und Langsamkeit, manchmal auch durch eine Monotonie der Filmaufnahmen. Überwiegend handelt es sich um mehr oder weniger statische Präsentationen einzelner Motive oder Situationen und die Vorführung wiederkehrender Abläufe. Die Vereinzelung der Sujets und eine etwaige Verschiebung ihrer Dimensionen lösen das Ausgangsmaterial aus ihrer Ursprungsrealität und machen es zu etwas Besonderem. Es sind stets schlichte, aber prägnante Bilder, mit denen Regina Hübner agiert. Sie schält sie aus ihrem Kontext, stellt sie vor einen puristisch-schwarzen Grund, der sie jeder Verortung und zeitlichen Zuordnung entzieht, und gibt ihnen inhaltsstarke Präsenz. Auf diese Weise entstehen kontemplative Werke von betörender Sinnlichkeit und großer Poesie, in denen dem Alltäglichen Gewicht verliehen wird.

In großformatigen Wiedergaben begegnet man den weit geöffneten Augen von Wissenschaftlern, deren Blicke forschend auf vielfach vergrößerte Zellstrukturen gerichtet sind, die auf der Leinwand bunte Muster zeitigen. Man beobachtet die Handbewegungen lapidarer Schreibtätigkeit oder die Bahnen zweier Halbmonde, die sich in den Weiten des Alls stetig im immer selben Rhythmus begegnen. Man sieht Bilder sowohl von mikroskopischen Ordnungen als auch von makroskopischen Systemen, dazu ins Verhältnis gesetzt ist immer der Mensch, eingebettet in ein unendliches Universum, dem er angehört und in dem er – selbst als verschwindend kleine Einheit – Bedeutung hat.

Die Kraft der Bilder vereinnahmt die Betrachtenden durch ihre Größe und Direktheit sowohl körperlich als auch emotional und gibt ihnen glaubhaft das Gefühl, unmittelbar Anteil zu haben. Tatsächlich ist es in der Ausstellung im Museum Moderner Kunst Kärnten auch möglich, über diverse Angebote zu partizipieren, eigene werkadäquate Einsichten zu gewinnen oder die Arbeit selbsttätig durch einen aktiven Beitrag zu erweitern. Regina Hübner schafft Erfahrungs- und Handlungsräume, die – über eine Erzählung hinaus – auch Denkkraft und emotionale Fähigkeiten anregen und die Besucherinnen und Besucher zu Mitspielenden machen. Sie werden motiviert, die Inhalte nicht bloß zu lesen, sondern deren Gehalt in einem Bewusstwerdungsprozess, der die eigenen Gedanken und Vorstellungen, Assoziationen, Gefühle und Erinnerungen einschließt, zu reflektieren, selbst zu erspüren und zu begreifen.

So verbinden sich ästhetische, geistige, sensorische und emotionale Kategorien in erkenntnishaften Modellen. Diese sind bestimmt von Bildern, die zu Symbolen (von Beziehung) werden. Bilder von Zellen, als kleinste lebende Einheiten von Organismen, angeblickt von den Augen ihrer Erforscherinnen und Erforscher, Briefe, die von Mensch an Mensch, von Mutter an Tochter, aber auch von Subjekt an Objekt und Objekt an Subjekt adressiert werden, zwei Halbmonde, die sich annähern, kurzzeitig ein Ganzes bilden und sich wieder entfernen, und schließlich die Künstlerin selbst, die mit ihrem virtuellen Avatar kommuniziert. Dieses In-Beziehung-Treten, Sich-jemandem-oder-einer-Sache-Zuwenden, Kontaktaufnehmen, das in der Ausstellung auf unterschiedlichen Ebenen besprochen wird, ist im Titel „Dear …“, einer gängigen Anredeform in Briefen, ausgedrückt. Briefe als Mittel und Dokumente des Austausches spielen in der Arbeit von Regina Hübner eine bedeutende Rolle und sind demgemäß in unterschiedlichsten Formen auch in die Ausstellung integriert, durchlaufen diese quasi wie ein roter Faden und sind bildhafte Zeichen der primären Thematik von Beziehung und Kommunikation. Sie sind Symbole einer Welt, die die Künstlerin als ein Netz vielfältiger Beziehungen begreift.

In diesem Sinne schließt Regina Hübner auch unterschiedliche Sparten von Wissenschaft und Kunst, Literatur, Tanz und Musik in ihre Arbeit ein, um eine Methode des Miteinanders zu entwickeln, in der jedes einzelne Fach sowie der Verbund aller Relevanz hat. Auf diese Weise möchte die Künstlerin ihre persönlichen Aktivitäten unmittelbar in Resonanz bringen. Zugleich wird hierdurch die eigene künstlerische Arbeit in ursprünglich fremde oder überhaupt kunstferne Felder erweitert, um damit inhaltliche Aussagen nicht nur umfassend und profunde zu formulieren, sondern auch den Radius ihrer Wirksamkeit auszudehnen, damit sie in einem möglichst breiten Spektrum der Lebensrealität anklingen und Respons finden.

Über alledem stehen die Schönheit, aber auch die Tragik des Kreislaufes allen Lebens, von Werden und Vergehen, und die unendliche Trauer über die Vergänglichkeit und die Unumgänglichkeit des Todes, die uns durch das Werk von Regina Hübner nur allzu bewusst werden. Trost finden wir im Wissen um die diesbezügliche Allgemeingültigkeit und im Bewusstsein der Kontinuität universeller Zusammenhänge, denen wir angehören und die weiter fortwirken.

 

In der Einzelausstellung im Museum Moderner Kunst Kärnten wird in sechs Räumen ein Querschnitt des Schaffens der Künstlerin gezeigt, der zentrale, situationsspezifisch adaptierte Werke des Œuvres umfasst, wie auch neue und neueste Arbeiten, die bisher noch nicht öffentlich präsentiert wurden.

Ich danke allen Mitwirkenden, die zum Zustandekommen der Ausstellung beigetragen haben. An erster Stelle der Künstlerin, die uns in vielen Gesprächen die Möglichkeit gegeben hat, einen tieferen Zugang zu ihrem Schaffen zu gewinnen, und die mit uns gemeinsam dieses Projekt erarbeitet hat. Ich danke den Autorinnen und Autoren des Kataloges, all jenen, die einem Wiederabdruck ihrer Beiträge zugestimmt haben, und darüber hinaus insbesondere Reinhard Braun, der sein profundes mediales Wissen in Form eines neuen Textes zum Werk von Regina Hübner eingebracht hat. Mein herzlicher Dank gilt auch allen Mitarbeitenden des MMKK, die einmal mehr mit großer Kompetenz und unermüdlichem Teamgeist allen Anforderungen gerecht worden sind und das Gelingen der Ausstellung sowie der begleitenden Publikation gewährleistet haben.

 

 

Christine Wetzlinger-Grundnig

 

Christine Wetzlinger-Grundnig, geboren 1966 in Klagenfurt, 1985–1994 Studium von Ethnologie und Kunstgeschichte in Wien und Graz, 1995–2002 an der Kärntner Landesgalerie im Wissenschaftlichen Dienst tätig, 1996–2002 stellvertretende Leiterin der Kärntner Landesgalerie, 2003–2010 Leiterin der Kunstsammlung des Landes Kärnten, seit 2010 Direktorin des Museums Moderner Kunst Kärnten (MMKK), 2004–2013 Mitglied des Kärntner Kulturgremiums. 

 

 

Preface in the monography for the solo-exhibition "Dear ..." at MMKK Museum of Modern Art Carinthia, curated by Christine Wetzlinger Grundnig. March 2026. Dear … Regina Hübner, Christine Wetzlinger-Grundnig/Museum Moderner Kunst Kärnten (Hg.), Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2026. 

Read more about the monography: https://www.verlagheyn.at/collections/all/products/regina-huebner-dear 

Christine Wetzlinger-Grundnig - Dear … Regina Hübner

English translation by Thomas Taborsky

PREFACE

Regina Hübner. „Dear …“

Regina Hübner, a freelance artist working internationally in the fields of experimental photography, video and performance art, was born in Villach. She received her education at Ortweinschule in Graz, then in Carrara (Italy) and, subsequently, at Accademia di Belle Arti in Rome, from which she graduated in 1990. Since that time, the artist has been living in Rome, with occasional stays in her Carinthian native town. Equally international is the attention for her oeuvre. She has been a guest with many of her works at major festivals like FIAV in Casablanca or VIDEOFORMES in Clermont-Ferrand, has been presented at important exhibition institutions, including ZKM in Karlsruhe, FRAC in Marseille, Mandel Center in Tel Aviv, and the National Gallery in Vilnius, and participated in the European Nomadic Biennial MANIFESTA 13 in Marseille.

In her work as an artist, Regina Hübner deals with the fundamental topics of being human and being-in-the-world. Taking a humanistic approach, she devotes her attention to the essential things in life, to becoming, being, and passing away. She examines human beings both as individuals and as social beings, questioning their position and meaning as concerns community and society, nature and culture: who are we, and how do we enter into a relationship with the Other – with humans, living beings, and things? Using a universalistic perspective, her focus is on the small and the smallest things just as much as on the big picture – from cell to space – from the inner reality to the outermost one, but without losing sight of the human being as an individual and yet part of the whole. It is about the dimensions of physical and mental being, about corporeality and awareness. It is about the limited nature of the existence of all earthly things, about transience and, therefore, about the significance of temporality. And it is about supratemporal intellectual and spiritual dimensions.

Regina Hübner’s examinations crucially revolve around relationships in which we are involved, which we establish in our lives, and whose effects occasionally go beyond. Our existence is comprehensively shaped by relationships, with these relationships in turn forming parts of a greater context. Not only do our actions gain direct importance within our closer surroundings and our immediate vis-à-vis, but they are also inscribed into greater contexts, potentially even for the long term. Even into contexts that can currently not be seen or immediately felt and that cannot be temporally localised, and through which we, even after dying, continue to have a mediate effect, living on, separated from time and space.

These person-to-person connections, friendships, romantic relationships, parent-child bonds, as well as community experiences, working relationships, and affiliations to nature, to objects and phenomena of concrete reality, or to specific areas of interest to which we apply our attention, are all subjects in the work of Regina Hübner. The I and the You, respectively, the Id, the Self and the Other, play an important part in this respect. Consistently highlighted and tested in different constellations are the vis-à-vis, which is integral for defining individuality and which consequently generates (self-) awareness and identity, and the relation evolving between the own and the foreign that establishes a relationship between them.

Added to this are the artist’s subjective considerations and personal experiences as a human interacting with humans, as a woman, and as a daughter and mother. In her work, the artist opens doors to personal and intimate spheres. She does so with great caution, so that we are not exposed to a setting as mere embarrassed viewers, but are instead emotionally involved as recipients and become empowered to develop a shame-free understanding of the work on the basis of our own emotions. Her integrity makes the artist open up wide spaces in her vis-à-vis, where subjective awareness is rendered possible. Using shifts of perspective and personal references, her strength and empathy enable her to charge even prosaic content like scientific research results with emotion, elevating them to objects of emotional qualities. Patterns and structures observed by the artist in her immediate personal field of reference step out of their temporal and spatial attachments and become valid as metaphors of fundamental life contexts.

In the medium of video, Regina Hübner has found an artistic language that enables her to convey her content in extensive, visually powerful installations, to which the artist refers as ‘ambientations’. With this, she describes a practice formally and contentually intertwining the work and the respective environment, architecture, and atmosphere. The installation itself, the spatial-architectural integration of the filmic work, is synonymous with it as regards the construction of an as-a-whole room of experience. Regina Hübner establishes rooms within rooms, which, by virtue of their specific design, carry us off to worlds that are significantly different from the everyday reality we are otherwise situated in. We enter dark chambers where time seems to have been stopped. Darkness and silence produce concentration and attention, to oneself and to the Other, and sharpen the perceptive faculty; increased by tranquillity and slowness, sometimes also by a monotony of the film footage. Which, for the most part, are more or less static presentations of separate subjects or situations and performances of recurring processes. The subjects’ isolation and a possible shift of their dimensions detach the source material from its original reality, turning it into something special. The images Regina Hübner operates with are always simple yet striking. She peels them from their contexts, places them in front of a puristic black backdrop which removes them from any localisation or temporal attribution, and gives them a presence rich in content. This paves the way for contemplative works of enticing sensuality and great poetry that lend substance to the mundane.

Large-format renditions make us encounter the wide-open eyes of scientists, whose investigative gazes are directed at greatly magnified cell structures that evoke colourful patterns on the screen. We observe the hand movements of lapidary writing or the courses of two half-moons that encounter each other in the vastness of space in a steady, never-changing rhythm. We see pictures of microscopic orders as well as of macroscopic systems, with the human being always seen in relation, embedded in an infinite universe to which they belong and where, even as infinitely small units, they hold relevance.

Engrossing both physically and emotionally through their size and directness, the power of the images conveys beholders a sense that they are taking part directly. Indeed, the exhibition at the Museum of Modern Art Carinthia includes various offers that also allow one to participate oneself, to gain one’s own insights appropriate to the work, or to autonomously expand the work through an active contribution. Regina Hübner creates rooms of experience and action which, beyond the scope of a narrative, also encourage the power of thinking and emotional capacities, turning the visitors into players. They are encouraged to not just read the content, but to reflect on, sense and grasp its substance in an awareness process that includes their own thoughts and perceptions, associations, feelings, and memories.

Aesthetic, mental, sensory and emotional categories are thus combined into insightful models, which are defined by images that become symbols (of relationships): images of cells, the smallest living units of organisms, viewed through the eyes of their researchers; letters addressed from human to human, from mother to daughter, but also from subject to object and from object to subject; two half-moons approaching each other, briefly forming a whole, and moving away from each other again; and finally, the artist herself communicating with her virtual avatar. This entering into a relationship, turning towards someone or something, and making contact, which the exhibition discusses from various angles, is expressed in its title, ‘Dear …’, a common form of address found in letters. As means and documents of interaction, letters play an important role in the work of Regina Hübner and are, accordingly, also integrated into the exhibition. They run through it like a golden thread, so to speak, and are illustrative symbols for the primary topic of relationship and communication. They are symbols of a world that the artist understands as a web of manifold relationships.

It is in this sense that Regina Hübner also includes different areas of science and art, literature, dance, and music in her work, so as to develop a method of cooperation where every single field and the combination of them all holds relevance. Through this, the artist seeks to bring her personal activities into direct resonance. In addition, her own artistic work is thereby expanded into initially foreign fields or even ones remote from art. This is done not only to formulate the messages in a comprehensive and profound way, but also to extend the radius of their effectiveness, so they can be heard and can elicit a response in the widest possible spectrum of life realities.

Above all this, stands the beauty but also the tragedy of the cycle of all life, of becoming and passing away, and the infinite sadness relating to transience and the inevitability of death, which the oeuvre of Regina Hübner makes us all too well aware of. We can find solace in the knowledge that this applies universally, and in the awareness of the continuity of universal contexts to which we belong and whose effect goes on.

 

Across six rooms, the solo exhibition at the Museum of Modern Art Carinthia features a cross-section of the artist’s works, which includes central pieces from her oeuvre that have been adapted specifically to the situation, as well as recent and most recent works that have never before been presented to the public.

I would like to thank all participants who contributed to the exhibition’s realisation. First and foremost, the artist, who, over the course of many conversations, gave us the opportunity to gain a more in-depth insight into her oeuvre, and who jointly developed the project with us. My thanks go to the authors of the catalogue, to all those who agreed to a reprint of their articles, and, beyond that, especially to Reinhard Braun, who contributed his profound knowledge of the medium in the form of a new text on Regina Hübner’s works. My sincere gratitude also goes to all MMKK employees, who once again met all the challenges using their great competence and tireless team spirit, ensuring both the exhibition’s and the accompanying publication’s success.

 

 

Christine Wetzlinger-Grundnig

 

 

Christine Wetzlinger-Grundnig, geboren 1966 in Klagenfurt, 1985–1994 Studium von Ethnologie und Kunstgeschichte in Wien und Graz, 1995–2002 an der Kärntner Landesgalerie im Wissenschaftlichen Dienst tätig, 1996–2002 stellvertretende Leiterin der Kärntner Landesgalerie, 2003–2010 Leiterin der Kunstsammlung des Landes Kärnten, seit 2010 Direktorin des Museums Moderner Kunst Kärnten (MMKK), 2004–2013 Mitglied des Kärntner Kulturgremiums.

 

 

Preface in the monography for the solo-exhibition "Dear ..." at MMKK Museum of Modern Art Carinthia, curated by Christine Wetzlinger Grundnig. March 2026. Dear … Regina Hübner, Christine Wetzlinger-Grundnig/Museum Moderner Kunst Kärnten (Hg.), Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2026. 

Translation from German to English by Thomas Taborsky, 2026

Read more about the monography: https://www.verlagheyn.at/collections/all/products/regina-huebner-dear